Angekommen um zu bleiben

Aktualisiert: 25. Jan.



Durch dieses erste Jahr der Stadtstreicher haben wir uns hindurchgetastet, sind mutig aufgebrochen ins Unbekannte, mussten neue Wege gehen - anfangs ganz vorsichtig.

Wir haben erste Schritte probiert, uns herausgegraben aus dem Winter des Durchhaltens,

der Schockstarre. Unterschätzt, angezweifelt, belächelt als Idealisten,

beargwöhnt als unkonform.

Kein klares Ziel zu haben wurde zu unserer größten Stärke, denn nur so konnten wir erfahren, was uns jetzt wichtig und richtig erscheint. In welcher Realität wir leben wollen, was wir unseren Kindern weitergeben müssen. Ein Leben ohne Kunst, ohne Gemeinschaft – undenkbar!

Einfach nur zurück auf die ausgetretenen Pfade einer bereits verklärten Vergangenheit war

von Anfang an keine Option für uns Stadtstreicher. Die Richtung war klar und wurde immer deutlicher. Wir haben nicht aufgegeben, uns positioniert, Konventionen verlassen,

Prioritäten gesetzt und einen Platz gefunden, an dem Kunst lebendig ist, Kinder Kinder sein dürfen, Austausch stattfindet: nämlich überall! Wo wir sind, ist Bühne, Atelier, Spielplatz und Klassenzimmer. Und das Wichtigste haben wir immer dabei: im Kopf, im Herzen, im Bollerwagen.


Mit verschneiten, herausfordernden Osterferien sind wir letztes Jahr in unser Kursprogramm gestartet, das wir mit 90 Kurstagen über das ganze Jahr ständig weiterentwickeln konnten. Hering https://www.heringcerin.de hat uns an Pfingsten mit seinen Cajons begleitet, bei Regen unter der Autobahn seinen „Konzertsaal“ eingerichtet und der Künstler Oliver Schollenberger https://www.oliver-schollenberger.de/portfolio/ mit den Kindern das Areal des Industriehofs Speyer erkundet https://www.industriehof-speyer.de Wir waren auf Safari, haben unseren Verbündeten & Ehren-Stadtreicher Wolfgang Germann in seinem Atelier besucht, durften mit Fred Feuerstein Lyrik erfahren, Quartier in seinem Atelier aufschlagen und seine aktuelle Ausstellung erleben. Wir haben uns die Stadt im Rahmen unseres Sommerferienprogramms „Emil“ zu eigen gemacht, Theater gespielt, einen Film gedreht. Höhepunkt dieses aufregenden Jahres wurde unsere Teilnahme am bezaubernden Stationentheater des Kinder- und Jugendtheaters Speyer https://www.theater-speyer.eu Die Stadtstreicher-Kinder sind über sich selbst hinausgewachsen und konnten sicher als ernstzunehmende Künstler neben den Darstellungen der "Etablierten" (und Erwachsenen) bestehen. Ihre Leistung wurde liebevoll von Moritz Erbach http://www.moritzerbach.de und Johannes Grehl musikalisch begleitet und in Szene gesetzt.

„Station Sehnsucht“ führte die wichtigsten Erfahrungen dieses vergangenen Jahres für die kleinen und großen Stadtstreicher zusammen: die vielen weit geöffneten Arme, die Unterstützung, die Anerkennung, das Engagement sowohl erfahrener Künstler, ehrenamtlicher Helfer, Handwerker (Danke Nils! https://bibabau.de) und kultur(er)schaffender Institutionen.


Wir sind angekommen und wir bleiben!

Auch an ganz unerwarteten Stellen haben wir Verbündete gefunden: Menschen, die gestalten, Neues denken, Lebensqualität nachhaltig verbessern wollen. Und so gehen wir mit inSpeyered https://inspeyered.de und Hannah Heller an unserer Seite in ein Neues Jahr 2022 und freuen uns auf spannende gemeinsame Projekte.

Ja, wir sind angekommen.

Ja, wir bleiben.

Wir bleiben bewegt und beweglich.

Wir bleiben neugierig.

Wir bleiben begeistert.

Wir bleiben

Eure Oberstadtstreicher

Dora & Nadine

Erste Kursdetails findet ihr Anfang Februar



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